Demenz und geistige Behinderung
Ein Projekt gefördert aus Mitteln der Aktion Mensch
Demenz und Geistige Behinderung
Ein Projekt gefördert aus
Mitteln der Aktion Mensch
Die Euthanasie zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland führt
dazu, dass jetzt zum ersten Mal eine größere Anzahl von Menschen mit geistiger
Behinderung ins Seniorenalter komm
t.
Eine der häufigsten Erkrankungen im Alter ist die Demenz. Menschen
mit geistiger Behinderung sind hiervon häufiger betroffen. Bei ihnen treten
demenzielle Veränderungen wesentlich früher auf, sie verlaufen anders und
schneller.
Dies stellt Angehörige, wie auch die Mitarbeiter von Einrichtungen der
Behindertenhilfe vor große Probleme und Herausforderungen.
Durch die steigende Zahl der demenzerkrankten Menschen mit
geistiger Behinderung erhöht sich der Hilfe- und Betreuungsbedarf in den
unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe deutlich. Das ist der
Ausgangspunkt der Aktion Mensch für die Unterstützung des Aufbaus neuer
Angebotsstrukturen für die Betroffenen. Die praktische Umsetzung des Vorhabens
übernimmt die Fachstelle Demenz des Caritasverbandes Gelsenkirchen.
Für das Projekt haben sich neben der
Fachstelle
Demenz, die
Lebenswelt Gabriel
gGmbH
, das H
aus St. Rafael
, das
St.
Suitbert
-Haus
und die
Gelsenkirchener Werkstätte für angepasste Arbeit
gGmbH
zusammengeschlossen
.
Die Einrichtungen der Behindertenhilfe decken die Bereiche
Wohnheim, Werkstatt und Tagesstätte ab. Es wird eine neuartige Form der
psychosozialen Begleitung von Menschen mit Behinderung und Demenz erarbeitet
.
Hier werden
Erfahrungen und Ansätze aus dem Bereich der Altenhilfe mit
denen der Behindertenhilfe sinnvoll verknüpft. Das kann nur gelingen, wenn die
Mitarbeiter und Betreuer aus den unterschiedlichen Einrichtungen in die
Planungs- und Umsetzungsphase einbezogen werden. Das Projekt läuft ist für die
Dauer von 3 Jahren angelegt.
Das Projekt setzt
den Schwerpunkt auf die Optimierung der Lebensqualität und
die Inklusion von geistig behinderten
Menschen im höheren Lebensalter
Die Ziele
Die Entwicklung einer spezifischen Angebotsstruktur mit
neuen niedrigschwelligen und tagesstrukturierenden Angeboten.
Der Aufbau eines Netzwerkes von Trägern und Einrichtungen zur Verstetigung der
neuen Angebotsformen.
Die Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeiter der Behinderten- und der Altenhilfe.
Die Nutzung von Synergieeffekten für andere Einrichtungen
und für betroffene Menschen die zu Hause leben.
Die Angebotsstruktur wird so angelegt, dass sie nach Abschluss des Projektes
auf weitere Einrichtungen übertragen werden kann.
Fachstelle Demenz
Kirchstr. 51
45879 Gelsenkirchen
Telefon 0209/15806 46
Fax 0209/15806 45
horizont@caritas-gelsenkirchen.de
www.caritas-gelsenkirchen.de
St. Josef-Hospital
Rudolf-Bertram-Platz 1
45899 Gelsenkirchen-Horst
Tel.0209 504-7126
demenzberatung@kkel.de
www.kkel.de
