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Stand: 25.07.2016

Pressemitteilung

Bei ´ner Currywurst den Politikern die Meinung sagen

Vorsitzende der Wohlfahrtsverbände in Gelsenkirchen auf einer Terrasse und halten Currywurstschalen in den HändenBitten zum Dialog an den Currywurstwagen: Hinten v.l.: Johannes Heinrich (Rotes Kreuz), Sven Lütkehaus (Paritätischer), Pfarrer Ernst Udo Metz (Diakonie) und Peter Spannenkrebs (Caritas). Vorne v.l.: Judith Neuwald-Tasbach (Jüdische Gemeinde) und Heike Lorenz (Diakonie). Nicht im Bild: Gudrun Wischnewski (AWO)

Bei den Gesprächen werden Politiker, Wohlfahrtsverbände und weitere Experten dabei sein. Um den Politikern mal so richtig ihre Meinung zu sagen, brauchen Bürgerinnen und Bürger nur ihre Frage oder ihr Anliegen auf eine Karte schreiben, und bekommen dann einen Gutschein, mit dem es die Currywurst für lau gibt.

Caritasdirektor Peter Spannenkrebs: "Das Format bringt Politik zu den Leuten, die sonst keine Möglichkeit haben, Politik zu gestalten." Des-wegen findet die Aktion am 10. Mai, 12 bis 15 Uhr, am Heinrich-König- Platz statt: Der Ort ist leicht zu erreichen und wird ohnehin gut frequentiert. Die Akzentuierung auf das Thema Langzeitarbeitslosigkeit ergebe sich daraus, weil die Arbeitsmarktsituation in Gelsenkirchen eins der drängendsten Probleme sei. "Es steht den Bürgerinnen und Bürgern aber frei auch andere Themen anzusprechen. Sie sollen als Experten der eigenen Sachen die Gespräche bestimmen", so der Caritasdirektor. Die Rolle der Politiker sieht Spannenkrebs klar als die des Zuhörers und Reagierenden.

Arbeitslosigkeit: Für alle ein Thema

Bei den Vorbereitungen zur Aktion war schnell klar, dass auch die an-deren Gelsenkirchener Wohlfahrtsverbände mitmachen. Pfarrer Ernst Du Metz (Diakonie), Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrts-verbände in Gelsenkirchen: "Wir haben alle Anknüpfungspunkte an die schwere Arbeitsmarktsituation und wollen die Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen." Mit Blick auf die Landtagswahl wünscht sich der Diakoniepfarrer, dass die Wählerinnen und Wähler erfahren, wie sich Politiker in Bezug auf die Themen, die die Menschen beschäftigen, aufstellen. Heike Lorenz (Diakonie) ergänzt: "Es ist schön, dass bei der Aktion Politiker als Menschen, die was verändern können, auf die Menschen treffen, die betroffen sind."

Johannes Heinrich, Rotes Kreuz: "Sonst herrscht ja eher Politikverdrossenheit und es gibt Berührungsängste gerade an den klassischen Wahlkampfständen, wo sich auch immer nur eine Partei präsentiert." Er hofft, dass die Currywurst hilft, Hemmungen zu überwinden. Und auch Sven Lütkehaus, Paritätischer Wohlfahrtsverband, freut sich auf das Format: "Das macht es den Politikern schwerer in eingeübte Schemata zu verfallen." Lütkehaus weiter: "Wenn der Bürger auf der Straße spricht, wie ihm der Mund gewachsen ist, kann man nicht mit aus-wendig gelernten Textblöcken antworten. Und wenn doch, kommt bestimmt schnell eine Gegenfrage."

Judith Neuwald-Tasbach, Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen: "Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, miteinander ins Gespräch zu kommen." Sie hält die Aktion für eine sehr gute Gelegenheit, sich gegen Populismus zu positionieren.

Wer ist dabei?

Bislang haben folgende Politiker und Experten zugesagt:

  • Sebastian Watermeier (SPD)
  • Sascha Kurth (CDU)
  • Barbara Oemichen (Grüne)
  • Jürgen Preckel (Grüne)
  • Susanne Chichos (FDP)
  • Karl Tymister (Arbeitsagentur)
  • Dr. Josef Hülsdünker (DGB)

Mitmachen erwünscht!

Schon im Vorfeld zur Veranstaltung können Bürgerinnen und Bürger ihre Ansichten und Fragen loswerden. Die Caritas sammelt diese und bringt sie zur Aktion mit:

- currywurst@caritas-gelsenkirchen.de

- Tel.: 0201/ 81028-0

- www.facebook.com/caritasbistumessen

- TWITTER @caritasessen

- WHATSAPP: 0170 77 77 484

Weitere Informationen gibt es unter www.caritas-currywurst.de

"Auf ´ne Currywurst mit der Caritas" geht auf eine Initiative der Caritas im Ruhrbistum zurück und findet auch in anderen Ruhrgebietsstädten statt.