Ein Zeichen für den Dialog
Caritasmitarbeiterin
Asiye
Balikci
traf den Papst
Asiye
Balikci
ist
Muslima
und arbeitet in der Integrationsagentur der Caritas
in Gelsenkirchen. Beim Besuch des Papstes hatte sie die Gelegenheit, das
Kirchenoberhaupt persönlich zu treffen.
„Der Papst besucht
Deutschland und nimmt sich Zeit und Raum für uns Muslime, aber auch für Juden
und orthodoxe Christen - damit hat er ein großes Zeichen für den Dialog mit den
unterschiedlichen Religionen in Deutschland gesetzt“, ist die Juristin und
angehende Familientherapeutin überzeugt. Diese Dialogbereitschaft habe die Welt
nötiger denn je, so
Balikci
. Sie hofft auf einen
Schub für den interreligiösen Dialog in Deutschland: „Menschen, die
verschiedenen Religionen angehören, sollten mehr miteinander reden. So lassen
sich auch Debatten versachlichen, die sehr polemisch und feindlich geführt
werden.“ Manchmal hat sie den Eindruck, es schwebe ein Generalverdacht über den
Muslimen, beklagt sie.
Zu dem Gespräch wurde
Asiye
Balikci
schon vor einigen
Wochen von der Deutschen Bischofskonferenz eingeladen. Dort ist man auf sie
durch ihre Veröffentlichungen in Fachzeitschriften über christliche und
muslimische Bestattungsrituale und kultursensible Altenarbeit aufmerksam
geworden.
Als
Muslima
für einen christlichen Verband zu arbeiten, bereitet ihr keine Schwierigkeiten.
Im Gegenteil. Verbindendes sieht sie in der Werteorientierung: „Solidarität und
Nächstenliebe sind für mich ausschlaggebend - zwei Punkte, die auch in der
Caritasarbeit verankert sind.“