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Stand: 12.06.2019

Pressemitteilung

Glotzen, zocken und surfen: Vortrag über Medienerziehung war gut besucht

Mehr als ein Dutzend Frauen folgten der Einladung des Projekts "Aktive Nachbarschaft" und musste sich zunächst an die eigene Nase fassen: "Wer ohne das Handy nicht aus dem Haus geht, steht bitte auf", begann Caritasmitarbeiterin Barbara Hölscher-Wiezorrek ihren Vortrag. Dass auf diese Frage niemand sitzen blieb, sorgte für eine lustige Atmosphäre. Der Rat der Erziehungsberaterin: "Eltern sollten in erster Linie den eigenen Umgang mit den Medien prüfen."

Anschließend berichtete sie über die Empfehlungen, welche Altersgruppe was und wie lange nutzen darf. Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre sollten zum Beispiel maximal 20 Minuten am Tag fernsehen. 6- bis 10-Jährige dagegen dürfen aus einem Medienmix aus Computer, Konsole oder TV wählen. Aber auch hier sollte die maximale Nutzungsdauer 45 Minuten nicht überschreiten. Insgesamt sei es sehr wichtig, dass Eltern besser hinsehen und zuhören, um mögliche Probleme vorzubeugen. So sollten Eltern die Kinder beim Medienkonsum begleiten; zum Beispiel mit ihnen zusammen ein Spiel spielen. Um die Mediennutzung reflektieren zu können, könne bei größeren Kindern, eine Woche lang ein Medientagebuch geführt werden. Das Fazit des Tages: Medien wie zum Beispiel das Handy sollten nicht verboten werden, stattdessen sollten so früh wie möglich Regeln eingeführt werden und auch Alternativen zum Medienkonsum aufgezeigt werden.