Sterben und Trauer begleiten
Ein Kurs für Ehrenamtliche in der Hospizarbeit
Einen Sterbenden und seine
Angehörigen in den letzten Tagen und Stunden zu begleiten, das ist eine sehr
schwierige Aufgabe. Wer sie übernimmt, kann dabei an die Grenzen seiner Kraft
und Möglichkeiten geraten. Der Hospizverein St. Hildegard der Caritas und der
Gelsenkirchener
Hozpiz-Verein
bieten gemeinsam den Kurs
„Sterben und Trauer begleiten“ für Ehrenamtliche an, die bereits in der
Hospizarbeit tätig sind oder sich dort engagieren wollen.
Die Initiative für diesen
Kurs hat die Arbeitsgemeinschaft Katholische Einrichtungen der Altenhilfe
(AGEA) ergriffen. Zur AGEA gehören: Haus St. Anna, Bruder Jordan Haus,
Liebfrauenstift, Haus Marienfeld, Seniorenzentrum St. Hedwig, Vinzenzhaus und
das Seniorenheim St. Josef. In den Häusern hat man beobachtet, dass die
Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben häufig gemieden wird, weil es
schwer fällt, damit umzugehen, aber auch weil es an Bindungen fehlt und
menschliche Beziehungen zerbrochen sind. Viele Menschen sterben einen einsamen
Tod. Daher wünschen sich die
AGEA-Häuser
mit dem Kurs
ehrenamtliche Betreuer für die stationäre Betreuung zu gewinnen.
Ein Info-Abend am Dienstag,
21. September um 19.00 Uhr, im Caritas Alten- und Pflegeheim Liebfrauenstift,
Ruhrstraße 27, stellt den Kurs vor. Geleitet wird er von der Psychologin und
Koordinatorin des Gelsenkirchener Hospiz-Vereins Elisabeth
Rudnick-Bloch
sowie dem Theologen und
Supervisor
Hermann
Josef-Weßels
. Die Kursteilnahme ist kostenlos.
Der Kurs ist in drei Blöcke
aufgeteilt, um ehrenamtliche Mitarbeiter auf die unterschiedlichen Aspekte der
Begleitung von Sterbenden und Angehörigen intensiv vorzubereiten. In insgesamt
24 Kursstunden geht es im ersten Block um eigene Erfahrungen und die eigene
Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer sowie um Grundhaltungen der
hospizlich-palliativen
Begleitung. Dazu zählt zum Beispiel
eine ganzheitliche Sicht vom Umgang mit
Schwerkranken und
Sterbenden, die das Begleitende, den Beistand, das Professionelle und
Ehrenamtliche, die Psychologie, Pflege, Medizin, Theologie und Seelsorge
umfasst.
Im zweiten Ausbildungsblock
steht die Gestaltung der Beziehung mit dem Sterbenden und seinen Angehörigen im
Mittelpunkt. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Welche Bedeutung
hat das Gespräch, und wie führe ich es? Welche Rolle spielen Stille und
Berührung oder Spiritualität und Rituale? Wie lässt sich eine Bilanz des Lebens
ziehen? Teil dieses Ausbildungsabschnitts sind Besuche in einem stationären
Hospiz und in einem Bestattungsinstitut.
Um erste Erfahrungen in der
Begleitung geht es im abschließenden dritten Block, in dem
Begegnungserfahrungen
und Praxisbereichte aufgearbeitet sowie praktische Hilfen für die Begleitung
gegeben werden. Im Juli 2011 wird der Kurs abgeschlossen sein.
Die Koordination des Kurses
Sterben und Trauer begleiten hat
PlusPunkt
, die
Fachstelle für das Ehrenamt der Caritas, übernommen. Ulrich Schneider vom
PlusPunkt
ist unter Rufnummer 158 06 53 zu erreichen und
gibt gern weitere Informationen.