In der stationären Altenpflegeeinrichtung des Caritasverbands für die Stadt Gelsenkirchen werden heute in fünf Wohnbereichen 126 Senioren und Seniorinnen versorgt. "Nach dem Umbau werden nur noch 120 Bewohner im Haus leben, vorwiegend in Einzelzimmern", erklärt Ulrich Kuhlmann, Fachbereichsleiter Stationäre Altenhilfe.
"Bereits heute an Morgen denken und damit zu versuchen den individuellen Bedürfnissen der alternden Menschen in der Stadt gerecht zu werden", ist ein erklärtes Ziel das neben der Neugestaltung der Einrichtung nach dem Umbau erreicht werden soll, erzählt Gabriele Borchmann, Einrichtungsleitung des Hauses St. Anna.
Durch den Umbau der Einrichtung entstehen auch größere und lichtdurchflutete Bewegungsflächen auf den Wohnbereichen für die Bewohnerinnen und Bewohner, die zum Gemeinschaftsleben einladen sollen.
Des Weiteren wird ein besonders geschützter Bereich geschaffen, in dem Schwerstpflegebedürftige versorgt werden können. Ein großer Balkon soll auch für diese Bewohnerinnen und Bewohner den Aufenthalt im Freien ermöglichen. "Das ermöglicht dann die bestmögliche Versorgung durch speziell geschulte Fachkräfte" so Caritasratsvorsitzender Dr. Wolfgang Nolte. Angehörige sollen sich dabei einbringen können. Dieses Angebot ist in seiner Form das erste in Gelsenkirchen.
Gleichzeitig wird es ein Angebot für die Angehörigen geben, mit dem sie die dementiellen Veränderungen verstehen lernen und damit besser umgehen können. Als ausgewiesene Experten sind hier die Mitarbeiter der Fachstelle für Demenz beim Caritasverband beteiligt.
Das Haus Sankt Anna ist ein gern genutzter Treffpunkt in Hüllen. Dort gibt es verschiedene Angebote die noch ausgebaut werden sollen.
Das Architekturbüro Steinke und Zils aus Herten wurde mit dem Entwurf der baulichen Änderungen betraut. Architekt Rainer Steinke schätzt, dass sich die Bauzeit auf etwa zweieinhalb Jahre belaufen wird.