Gestaltung von Nähe und Distanz

Fragen zur Reflexion:

Wie gestalte ich mein professionelles Handeln in Bezug auf Nähe und Distanz?

Verhaltensregeln:

  • Ich bin mir bewusst, dass körperliche und emotionale Nähe Grundlage für die Arbeit mit Menschen ist. Gleichzeitig weiß ich um die Bedeutung der emotionalen Abhängigkeit als Täterstrategie.
  • Einzelgespräche, Übungseinheiten, Einzelunterricht usw. finden nur in den dafür vorgesehenen geeigneten Räumlichkeiten statt. Diese müssen jederzeit von außen zugänglich sein.
  • Grund- und behandlungspflegerische Maßnahmen werden immer unter Wahrung der individuellen Grenzen der Beteiligten geplant und durchgeführt
  • Herausgehobene, intensive freundschaftliche Beziehungen zwischen Bezugspersonen und Minderjährigen sowie schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen sind zu unterlassen wie zum Beispiel gemeinsame private Urlaube.
  • Spiele, Methoden, Übungen und Aktionen werden so gestaltet, dass den Minderjährigen sowie schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen keine Angst gemacht und keine Grenzen überschritten werden.
  • Individuelle Grenzempfindungen sind ernstzunehmen und zu achten und nicht abfällig zu kommentieren.
  • Es darf keine Geheimnisse mit Minderjährigen sowie schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen geben, die nicht ausschließlich den persönlichen Lebensbereich der Beteiligten betreffen und keine Relevanz für die Betreuung und Versorgung haben.
  • Grenzverletzungen müssen thematisiert werden und dürfen nicht übergangen werden.
  • Wenn aus guten Gründen von einer Regel abgewichen wird, muss dies immer transparent gemacht werden.
  • Mir ist klar, dass Sexualität eine Energie ist, die positiv Leben beeinflusst. Kinder und schutz- oder hilfe¬bedürftige Erwachsene haben das Recht auf eine aktive Ausgestaltung der eigenen Sexualität unter Beachtung der individuellen Grenzen aller Beteiligten, solange sie damit Niemandem schaden. In den Einrichtungen des CV, in denen erwachsene schutz- oder hilfebedürftige Menschen leben oder betreut werden, impliziert dies möglicherweise auch die Vermittlung von SexualbegleiterInnen.