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Stand: 12.10.2017

Pressemitteilung

Stromspar-Check ausgezeichnet

Beim Stromspar-Check bekommen Haushalte mit geringem Einkommen Tipps, wie sie Energie und Wasser einsparen können, und auch neue Technik installiert, die beim Kosten senken hilft. Dazu gehören zum Beispiel LED-Leuchtmittel, Wasser sparende Duschköpfe oder schaltbare Steckerleisten. Die Stromsparberater sind ehemals langzeitarbeitslose Menschen, die die Probleme von einkommensschwachen Haushalten kennen.

Probleme, wie sie zum Beispiel Elvira K. hat, die die Stromspar-Checker bei der Gelsenkirchener Tafel kennengelernt hat, als diese dort das Projekt vorstellten. Das Thema Energiesparen interessierte die ältere Dame, jedoch war sie anfänglich sehr skeptisch, Fremde in die Wohnung zu lassen. Ein Jahr nach dem Stromspar-Check bei sich zu Hause freut sich Elvira K. immer noch - nicht nur über das Ergebnis beim Stromsparen, sondern auch über die Herzlichkeit der Stromspar-Checker.

Rund 275.000 Haushalte haben seit 2008 bundesweit am Stromspar-Check teilgenommen und so ihre Energiekosten deutlich gesenkt. In Gelsenkirchen haben seit Projektbeginn 7.300 Haushalte mitgemacht. Durch die Einsparungen konnten viele von ihnen drohende Energieschulden verringern oder gar vermeiden. Und auch die Umwelt profitiert davon: Die Energieeinsparung summiert sich allein in Gelsenkirchen inzwischen auf 20 Gigawattstunden - also 20 Millionen Kilowattstunden -; die CO2-Einsparung liegt bei über 14.650 Tonnen.  27 Stromsparberaterinnen und -berater sind derzeit in Gelsenkirchen im Einsatz. Pro beratenem Haushalt werden durchschnittlich rund 190 Euro Stromkosten im Jahr eingespart.

Gefördert wird der Stromspar-Check vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und vom IAG dem Jobcenter für Gelsenkirchen.

 

Hintergrund zur Preisverleihung:

Gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation Ashoka hat die Schneider Electric Stiftung im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Bonn 2017 das Programm "Social Innovation to Tackle Fuel Poverty" in fünf europäischen Ländern (Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien, Portugal) ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programms konnten sich Initiativen mit Projekten zur Bewältigung der Energiearmut und zur Steigerung der Energieeffizienz um Förderpreise bewerben. Neben Geldpreisen handelt es sich dabei insbesondere um ein zwölfwöchiges Mentoring-Programm, in dem eine effektive Skalierungsstrategie für die eigene Organisation erarbeitet wird. Von den 40 eingereichten Bewerbungen stammen zehn aus Deutschland.