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Stand: 12.06.2019

Pressemitteilung

Zwischengang fürs Ohr

Eine Vorleserin liest aus einem Buch im Speisesaal des Hauses St. Anna

Über literarische Besuche während der Mittagszeit freuten sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser St. Anna und St. Rafael. Das Caritas-Altenheim und das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen nahmen am Freitag letzter Woche am "LauschGericht" des Bistums Essen teil. Die beiden Gelsenkirchener Caritas-Einrichtungen wollten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern mit der Aktion Abwechslung und Freude im Alltag bieten.

Im Altenzentrum Haus St. Anna wurde zwischen Bärlauchsuppe und Heringsstipp Caroline Vermalles "Denn das Glück ist eine Reise" serviert. Ingeborg Klein, Verwaltungsangestellte des Bistums Essen, hatte sich als Vorleserin für diesen Titel entschieden, in dem ein über 80-Jähriger zusammen mit seinem Freund die Tour de France nachfährt. Das Caritas-Seniorenheim als Vorleseort habe sie bewusst gewählt, da sie zu Hause drei ältere Menschen aus ihrer Familie betreue und Gelsenkirchen ihr vertraut sei.

Eine Vorleserin liest beim Mittagessen sechs Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses St. Rafael vor.

Im Haus St. Rafael las Ursula Junker-Klapdor, die als Seniorenvertreterin / Nachbarschaftsstifterin in Gelsenkirchen aktiv ist, sechs Bewohnerinnen und Bewohnern verschiedene kurze Geschichten und Märchen vor. Bei einem drei Gänge-Menü (u.a. Rinderrouladen mit Kartoffelgratin und Vanillepudding)  hat sie im Wohnheim für Menschen mit Behinderungen zwischen den Gängen zum Beispiel Geschichten von dem Schwein im Friseursalon, dem Prinzen mit den Eselsohren und die Bremer Stadtmusikanten vorgelesen. Dank des guten Essens und der netten Atmosphäre wurde aus der geplanten halben Stunde eine fast zweistündige Aktion.

Die vorgelesenen Bücher blieben als Präsente in den Einrichtungen, damit auch nach der Aktion weitergelesen werden kann. Vielen Dank!

Zum "LauschGericht":Überraschungsgäste setzen sich im Rahmen des Projekts "LauschGericht" mit an den Mittagstisch und lasen einige Passagen aus einem mitgebrachten Buch. Bistumsweit haben so rund 800 Menschen eine kulturelle Kost erhalten. Mit dem "LauschGericht" der Stiftung Lesen knüpft das Bistum Essen an eine Jahrhunderte alte Tradition vieler Klöster an. Dort ist es oft bis heute Sitte, die Mahlzeiten schweigend einzunehmen, während ein Mitglied der Gemeinschaft vorliest.