Im Wissenschaftspark ist Anfang des Monats das Projekt "Fit und verbunden gegen Einsamkeit" (FIVE) offiziell gestartet. Mit verschiedenen Bewegungs- und Begegnungsangeboten setzt sich die Initiative dafür ein, Einsamkeit vorzubeugen und bestehende soziale Isolation zu verringern. Getragen wird das Projekt vom Caritasverband Gelsenkirchen in Zusammenarbeit mit Gelsensport.
Einsamkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und auch in Gelsenkirchen kein Randphänomen: Sie betrifft junge wie ältere Menschen, ebenso Alleinerziehende, Zugezogene oder Menschen in Pflegeeinrichtungen. Sport- und Bewegungsangebote können helfen, weil sie niedrigschwellig sind und in der direkten Nachbarschaft bei den Menschen vor Ort stattfinden. Bewegung in der Gemeinschaft schafft soziale Kontakte, Verbundenheit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung von Einsamkeit in der Gesellschaft.
Neben Grußworten von Bezirksbürgermeister Thomas Fath und Caritas-Vorstand Michael Hegemann, berichtete Tim Kramer, Vorsitzender von Vereint Bochum e.V. von seinen ganz eigenen Erfahrungen im Umgang mit Einsamkeit. Einen Einblick in die konkreten Projektaktivitäten und Möglichkeiten zur Beteiligung gaben Projektkoordinatorin Hanna van Holt vom Caritasverband und Marc Kopatz von Gelsensport. "Das Thema Einsamkeit in den Vordergrund zu stellen, das wäre mir wichtig. Und deutlich zu machen, wie wichtig der Umgang mit diesem Thema ist. Dann kann man noch einmal deutlich mehr erreichen als wir in Gelsenkirchen schon erreicht haben," betont Thomas Fath.
Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) war mit einem Vortrag zum Thema "Einsamkeit und Netzwerke" vertreten: "Einsamkeitsbelastungen sind in Deutschland ungleich verteilt. Der Caritasverband Gelsenkirchen nimmt bei "Fit und verbunden gegen Einsamkeit" insbesondere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Blick. Mit der heutigen Auftaktkonferenz ist der
Startschuss für eine starke Allianz zur Vorbeugung und Linderung von Einsamkeit in Gelsenkirchen gelungen", so Viola Kaets vom DOSB.
Das Modellprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. Die Gesamtsteuerung des Projektes übernimmt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB).
Bei Fragen oder Interesse an einer Kooperation, wenden Sie sich an die Projektkoordinatorin Hanna van Holt unter 0209-50318822.
